EKSCD JK Bocholt DBH 052  EKSCD JK Bocholt DBH 045

Gemeinsam leben und glauben lernen

Gemeinde Jesu, wie wir sie im Pfarrbezirk West (Dietrich-Bonhoeffer-Haus und Johann-Hinrich-Wichern-Haus) der evangelischen Kirchengemeinde Bocholt erleben und zu leben versuchen, ist grundsätzlich seelsorglich-diakonisch orientiert. Ihr Tun und Lassen vollzieht sich im Dreiklang von Gottesdienst, Seelsorge und Diakonie. Das Besondere an ihr ist die hohe Bereitschaft von Menschen, anzufassen, mitzutun, ihre Gaben und Fähigkeiten zu erkennen, zu ergreifen und in Taten umzusetzen. Sie versucht, Gemeinde in der Nachfolge Jesu zu sein, mit anderen zu leben und für Andere da zu sein.

Das Ziel der Gemeinde lautet: Wir wollen gemeinsam leben und glauben lernen. Ihr Leitsatz lautet: Kirche ist nur Kirche, wenn sie für Andere da ist.

Ihre grundsätzlich seelsorglich-diakonische Ausrichtung bringt die Gemeinde in den Namen ihrer Gemeindehäuser zum Ausdruck: Johann-Hinrich-Wichern-Haus; Dietrich-Bonhoeffer-Haus. Die Gemeinde schätzt die besonderen Möglichkeiten eines Gemeindehauses, um Gemeinde vor Ort, nahe bei den Menschen zu sein. Für sie ist der Glaube nicht ein gesonderter Teil des Lebens, sondern betrifft das ganze Leben. Das Gemeindehaus ist ein Haus für viele Gruppen und Aktivitäten, ist ein Haus der Gemeinde, damit Menschen darin eine Bleibe finden und das Leben teilen. Wir versuchen, uns gegenseitig am Leben Anteil zu geben und am Leben der Anderen teilzunehmen.

„Mein Haus soll ein Bet-Haus sein.“ Die Gemeindehäuser im Westbezirk sind zuerst und vor allem Bet-Häuser. Kirche, Gemeinde Jesu, lebt in der Nachfolge Jesu, wenn sie zu den Menschen geht, sie aufsucht, das Leben mit ihnen teilt, sie einlädt und mitnimmt. Wir möchten als Gemeinde Jesu einladende Gemeinde sein. Wir laden Menschen in unsere Wohnhäuser und Gemeindehäuser ein, wir nehmen sie mit, um das Leben zu teilen, um miteinander Gottes Wort zu hören, zu singen, zu beten und nach Wegen der Nachfolge Jesu heute gemeinsam zu suchen und zu fragen. Wir versuchen, den Glauben als Hilfe zum Leben zu verstehen, zu begreifen und sichtbar werden zu lassen und ins Gespräch zu bringen. Wir versuchen, im Geiste Jesu uns mit Menschen über alle Unterschiede und Grenzen hinweg in die Nachfolge Jesu rufen zu lassen. Wir versuchen, uns und die Türen unserer Häuser zum Dialog, zum freien Gespräch, zu öffnen und offen zu halten. 

„Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Das Reich Gottes ist nicht von dieser Welt, aber für diese Welt. Gott will seine Erde nicht vernichten, sondern erneuern und vollenden. Unser Tun und Lassen richtet sich aus auf das Reich Gottes, das größer und weiter ist als alle Kirchen, Konfessionen, Religionen. Unser Tun und Lassen kann und will ein Hinweis, eine Einladung, ein Anfang des Reiches Gottes sein. Unser Tun und Lassen ist Wegbereitung für das Kommen des Herrn. Wir versuchen aus dem Weg zu räumen, was Sein Kommen in die Welt, zu den Menschen, hindert. „Mag sein, dass der Jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.“